剣 KENSAI
Sicherheitsbriefing 🔴 Kritisch

Microsoft Patch Tuesday: 6 Zero-Days werden aktiv ausgenutzt

8 Min. Lesezeit
KRITISCHE DRINGLICHKEIT

Zusammenfassung

Diese Woche ist sofortiges Handeln erforderlich. Microsofts Patch Tuesday hat 6 Zero-Day-Schwachstellen offengelegt, die bereits aktiv ausgenutzt werden. Apple veröffentlichte einen Notfall-Patch für einen laut eigener Aussage „äußerst ausgeklügelten“ Angriff. Unterdessen hat eine neue Outlook-Schadsoftware bereits mehr als 4.000 Zugangsdaten gestohlen, und Ransomware-Gruppen sind dazu übergegangen, Swatting-Angriffe gegen die Familien von Führungskräften durchzuführen.

⚡ Fazit: Wenn Sie in den vergangenen 48 Stunden keine Patches installiert haben, sind Sie bereits im Rückstand.

🔴
Kritisch

Microsoft Patch Tuesday — 6 Zero-Days werden aktiv ausgenutzt

Warum Sie das wissen müssen

Microsofts Patch Tuesday im Februar 2026 ist einer der schwerwiegendsten der jüngeren Vergangenheit. Sechs Schwachstellen werden von Bedrohungsakteuren bereits jetzt aktiv ausgenutzt — Angreifer warten also nicht darauf, dass Sie Ihre Systeme patchen. Sie nutzen diese Schwachstellen bereits, um weltweit in Systeme einzudringen.

Was gefährdet ist — das schlimmste Szenario

CVE Komponente CVSS Schlimmstmögliche Auswirkung
CVE-2026-21391 Windows-Kernel 9.8 Vollständige Systemübernahme — der Angreifer erhält SYSTEM-Berechtigungen
CVE-2026-21402 Exchange Server 9.1 Vollständige Kompromittierung der E-Mail-Umgebung — alle E-Mails lesen und zu AD vordringen
CVE-2026-21415 Windows Defender 8.8 Umgehung von Sicherheitsmaßnahmen — Schadsoftware kann Ihren Virenschutz deaktivieren
CVE-2026-21423 NTLM-Authentifizierung 8.5 Diebstahl von Zugangsdaten — der Angreifer erbeutet Windows-Passwörter
CVE-2026-21438 SMB-Protokoll 8.4 Verbreitung von Ransomware — wurmartige Ausbreitung (wie bei WannaCry)
CVE-2026-21441 Druckwarteschlange 7.8 Laterale Bewegung — Angreifer nutzen Drucker als Ausgangspunkte für weitere Angriffe
Auswirkungen in der Praxis: Bei Organisationen, die nicht innerhalb von 72 Stunden nach Bekanntgabe eines Zero-Days patchen, steigt die Zahl erfolgreicher Angriffe um 400 %.

So schützen Sie sich — Maßnahmen

Sofort (heute)
  • Führen Sie Windows Update auf ALLEN Systemen aus — Servern, Arbeitsstationen und Laptops
  • Priorisieren Sie mit dem Internet verbundene Exchange-Server
  • Wenn Sie nicht sofort patchen können, deaktivieren Sie den Druckwarteschlangendienst auf Servern, die keine Druckaufgaben erfüllen
Diese Woche
  • Überprüfen Sie die SMB-Exposition — deaktivieren Sie SMBv1, falls es noch aktiviert ist
  • Prüfen Sie die NTLM-Nutzung und migrieren Sie nach Möglichkeit zu Kerberos
  • Prüfen Sie, ob Windows Defender ordnungsgemäß funktioniert
# Prüfen, ob die Februar-Patches installiert sind
Get-HotFix | Where-Object {$_.InstalledOn -gt (Get-Date).AddDays(-7)}
🍎
Dringend

Apple-Notfall-Patch — „äußerst ausgeklügelter“ Angriff

Warum Sie das wissen müssen

Apple verwendet nur selten alarmierende Formulierungen. Wenn das Unternehmen einen Angriff als „äußerst ausgeklügelt“ bezeichnet, sollten Sie aufmerksam werden. Dieser Patch behebt einen Zero-Click-Exploit — Angreifer können Ihr Gerät also kompromittieren, ohne dass Sie auf etwas klicken müssen.

📱

iPhones und iPads

Vollständige Kompromittierung des Geräts. Alle Nachrichten lesen, auf Fotos zugreifen sowie Mikrofon und Kamera aktivieren.

💻

Macs

Vollständiger Zugriff auf das Dateisystem und Passwörter im Schlüsselbund sowie die Möglichkeit, persistente Hintertüren zu installieren.

🎯

Wer angegriffen wird

Journalisten, Führungskräfte und Aktivisten — Exploit-Code gelangt jedoch häufig auch in die Hände krimineller Gruppen.

So schützen Sie sich — Maßnahmen

  • Aktualisieren Sie ALLE Apple-Geräte: iOS 19.3.1, iPadOS 19.3.1, macOS 15.3.1
  • Einstellungen → Allgemein → Softwareupdate → Jetzt installieren
  • Für besonders gefährdete Personen: Aktivieren Sie den Blockierungsmodus
  • Setzen Sie eine MDM-Richtlinie durch, die eine Mindestversion des Betriebssystems vorschreibt
📧
Neue Bedrohung

„AgreeToSteal“ — bösartiges Outlook-Add-In stiehlt mehr als 4.000 Zugangsdaten

Warum Sie das wissen müssen

Ein neuer Angriff namens „AgreeToSteal“ verbreitet sich über ein scheinbar legitimes Outlook-Add-In. Anders als offensichtliches Phishing befindet sich diese Schadsoftware direkt in Outlook und fängt jede E-Mail ab, die Sie senden oder empfangen.

Bekannte bösartige Namen

„MailAssist Pro“
„Calendar Sync Helper“
„Outlook Performance Booster“

So schützen Sie sich — Maßnahmen

  • In Outlook: Datei → Optionen → Add-Ins → COM-Add-Ins verwalten → Los
  • Entfernen Sie JEDES Add-In, das Sie nicht kennen
  • Beschränken Sie die Installation von Add-Ins über das Microsoft 365 Admin Center
  • Falls Sie betroffen sind: Ändern Sie sofort alle Passwörter über ein nicht kompromittiertes Gerät
💀
Eskalation

SLSH-Ransomware-Gruppe führt jetzt Swatting-Angriffe gegen die Familien von Führungskräften durch

Warum Sie das wissen müssen

Ransomware-Gruppen begnügen sich nicht mehr damit, lediglich Daten zu verschlüsseln. Die SLSH-Gruppe hat begonnen, Swatting-Angriffe gegen die Familien von Führungskräften durchzuführen, die sich weigern zu zahlen — durch fingierte Notrufe, die bewaffnete Polizeikräfte zu den Wohnungen der Opfer schicken.

Das ist keine Theorie — im vergangenen Monat wurden drei mit SLSH in Verbindung stehende Swatting-Vorfälle bestätigt, darunter einer, von dem die jugendlichen Kinder einer Führungskraft betroffen waren.

So schützen Sie sich — Maßnahmen

  • Lassen Sie Ihre Privatadresse von Datenhändler-Websites entfernen (DeleteMe, Kanary)
  • Informieren Sie die örtliche Polizeidienststelle über das mögliche Swatting-Risiko
  • Sicherheitsbriefings für Führungskräfte sollten cyberphysische Bedrohungen einbeziehen
  • Kontaktieren Sie bei einem Angriff sofort das FBI — treten Sie NICHT mit den Angreifern in Kontakt

Führen Sie jetzt einen KENSAI-Scan durch, um festzustellen, ob Ihre Systeme betroffen sind

🗡️ Ihre Systeme scannen →

Ihre Maßnahmen-Checkliste für diese Woche

Kritisch — heute erledigen
  • Alle Windows-Systeme patchen (6 Zero-Days werden JETZT ausgenutzt)
  • Alle Apple-Geräte auf die neueste iOS-/macOS-Version aktualisieren
  • Outlook-Add-Ins auf nicht autorisierte Installationen prüfen
Hoch — diese Woche erledigen
  • Führungskräfte über die Swatting-Bedrohung informieren
  • IoT-Geräte prüfen und Firmware aktualisieren
  • Entfernung persönlicher Daten von Führungskräften bei Datenhändlern überprüfen
Mittel — fortlaufend
  • Add-In-Beschränkungen in Microsoft 365 implementieren
  • Threat-Hunting-Übung einplanen
  • Netzwerksegmentierung überprüfen

🛡️ Ist Ihre Website sicher?

Entdecken Sie Schwachstellen, bevor Angreifer es tun.

Ihre Website kostenlos scannen →