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DORA — Verordnung (EU) 2022/2554

DORA-Sicherheitstests für Finanzdienstleister

Der Digital Operational Resilience Act gilt seit dem 17. Januar 2025 unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten. Finanzunternehmen müssen nun ein umfassendes IKT-Risikomanagement einschließlich verpflichtender Schwachstellenbewertungen und bedrohungsorientierter Penetrationstests implementieren. KENSAI unterstützt Sie bei der Einhaltung der Vorschriften.

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Wer muss DORA einhalten?

DORA gilt für ein breites Spektrum von Finanzunternehmen, die in der EU tätig sind — deutlich mehr als frühere Vorschriften:

UnternehmenstypIm Geltungsbereich
Kreditinstitute (Banken)Ja
ZahlungsinstituteJa
E-Geld-InstituteJa
WertpapierfirmenJa
Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen (CASPs)Ja — neu aufgenommen
Versicherungs-/RückversicherungsunternehmenJa
Verwalter von PensionsfondsJa
Kritische IKT-DrittdienstleisterJa — als „kritische IKT-Drittdienstleister“
Kleinstunternehmen (<10 Beschäftigte, <2 Mio. € Umsatz)Vereinfachte Anforderungen

DORA-Anforderungen an IKT-Sicherheitstests

Kapitel IV von DORA (Artikel 24–27) legt ein zweistufiges Rahmenwerk für Sicherheitstests fest:

Artikel 24 — Grundlegende Tests der digitalen operationalen Resilienz

Alle Finanzunternehmen müssen ein umfassendes Programm für Tests der digitalen operationalen Resilienz implementieren. Dazu gehören Schwachstellenbewertungen, Open-Source-Analysen, Netzwerksicherheitsbewertungen, Lückenanalysen, Überprüfungen der physischen Sicherheit und szenariobasierte Tests — mindestens einmal jährlich.

Artikel 25 — Erweiterte Tests: TLPT (bedrohungsorientierte Penetrationstests)

Bedeutende Finanzunternehmen müssen mindestens alle drei Jahre TLPT durchführen. TLPT folgt dem TIBER-EU-Rahmenwerk — erkenntnisgestützte Penetrationstests, die realistische TTPs von Bedrohungsakteuren gegen Produktionssysteme simulieren. Die Tests müssen von zugelassenen externen Prüfern durchgeführt werden.

Artikel 8 — Identifizierung von IKT-Risiken

Finanzunternehmen müssen alle IKT-gestützten Geschäftsfunktionen und deren Abhängigkeiten identifizieren, klassifizieren und dokumentieren. Schwachstellenscans sind der wichtigste technische Mechanismus für die fortlaufende Identifizierung von IKT-Risiken.

Artikel 9 — Schutz und Prävention

Kontinuierliche Überwachung von IKT-Systemen, Erkennung anomaler Aktivitäten sowie Richtlinien für Schwachstellenmanagement, Patch-Management und Konfigurationshärtung.

🚨 Die Aufsichtsbefugnisse nach DORA sind weitreichend

Die zuständigen Behörden (EZB, EBA, nationale Aufsichtsbehörden) können von Finanzunternehmen verlangen, IKT-Risikobewertungen auf Anforderung vorzulegen, Vor-Ort-Prüfungen der IKT-Infrastruktur zuzulassen und unabhängige Sicherheitsüberprüfungen in Auftrag zu geben. Verstöße können zu Geldbußen von bis zu 1 % des durchschnittlichen weltweiten Tagesumsatzes führen, die täglich erhoben werden, bis die Vorschriften eingehalten werden.

DORA und TIBER-EU: Wie sie zusammenhängen

TIBER-EU (Threat Intelligence-Based Ethical Red Teaming) ist das Rahmenwerk der EZB für erweiterte Sicherheitstests. Die TLPT-Anforderung von DORA orientiert sich weitgehend an TIBER-EU. Wesentliche Merkmale:

Grundlegendes Testprogramm: Was jährlich erforderlich ist

Gemäß Artikel 24 muss das jährliche grundlegende Testprogramm Folgendes abdecken:

Wie KENSAI die Einhaltung von DORA unterstützt

✓ Automatisierung grundlegender Tests nach Artikel 24

Automatisiert die nach Artikel 24 erforderliche jährliche Schwachstellenbewertung, Netzwerksicherheitsbewertung und Analyse von Open-Source-Komponenten.

✓ Inventar kritischer IKT-Ressourcen

Ermittelt und kartiert alle IKT-Ressourcen, die kritische Geschäftsfunktionen unterstützen — die Grundlage für die DORA-Anforderung zur Identifizierung von IKT-Risiken.

✓ TLPT-Vorbereitung

Eine Schwachstellenbewertung vor dem TLPT identifiziert bekannte Schwächen vor dem Einsatz des Red Teams — für maximalen Testnutzen und den Nachweis angemessener Sorgfalt.

✓ IKT-Drittparteirisiken

Bewerten Sie die externe Angriffsfläche kritischer IKT-Drittdienstleister gemäß DORA Kapitel V (Risikomanagement in der Lieferkette).

✓ Kontinuierliche Überwachung

Die fortlaufende Erkennung von Schwachstellen erfüllt die Anforderung aus Artikel 9 zur kontinuierlichen Überwachung und Erkennung von Anomalien in IKT-Systemen.

✓ Aufsichtsbehördengerechte Berichterstattung

Erstellen Sie DORA-konforme Schwachstellenberichte zur Vorlage bei den zuständigen Behörden im Rahmen aufsichtsrechtlicher Prüfungen und Vor-Ort-Kontrollen.

💡 DORA und andere Vorschriften: DORA steht in einem „Lex-specialis“-Verhältnis zu GDPR, NIS2 und EMIR. Soweit DORA spezifischere Anforderungen an IKT-Risiken vorsieht, haben diese für Finanzunternehmen Vorrang. Die Verpflichtungen von GDPR in Bezug auf personenbezogene Daten gelten jedoch unabhängig davon weiter. Ihr Sicherheitstestprogramm muss beide Vorschriften erfüllen.

Zeitplan für die Einhaltung von DORA

MeilensteinDatum
DORA trat in Kraft16. Januar 2023
DORA wurde unmittelbar anwendbar17. Januar 2025
Erster jährlicher grundlegender Test fällig17. Januar 2026
Erster TLPT-Zyklus beginnt (bedeutende Unternehmen)Innerhalb von drei Jahren nach dem Geltungsbeginn
Aufsichtsrahmen für kritische IKT-Dienstleister2025 (Benennungen durch die ESA)

Anforderungen von DORA an IKT-Sicherheitstests erfüllen

KENSAI automatisiert die nach DORA Artikel 24 erforderlichen Schwachstellenbewertungen und Netzwerksicherheitstests und erstellt zugleich aufsichtsbehördengerechte Dokumentationen für Prüfungen. Entwickelt für Finanzunternehmen unter der regulatorischen Aufsicht der EU.

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